Festlicher Abschluss der Solidaritätsaktion Mühlheim-Pskow
Fortsetzung:
Vor anderthalb Jahren, als die Aktion startete, habe es einen Traum gegeben: den Traum, 100.000 Euro zusammenzubringen für den vierten und letzten Bauabschnitt der Werkstatt, sagte Dieter Bach in einer kurzen Ansprache. Der Traum habe sich erfüllt. Der eigentliche Erfolg aber liege nicht im Finanziellen, sondern in der neu entstandenen Projektpartnerschaft zwischen den beiden Städten. Ein erstes Projekt hat sich bereits konkretisiert. Die Evangelische Grundschule Mülheim geht eine Partnerschaft ein mit einer Pskower Schule.
Oberbürgermeisterin Mühlenfeld überreichte Auszeichnungen der Stadt an Personen und Institutionen, die sich bei der Aktion besonders engagiert hatten: an Helmut Hitzbleck, Superintendent des Kirchenkreises An der Ruhr, an den katholischen Stadtdechanten Manfred von Schwartzenberg, an Hartmut Kistner vom Diakonischen Werk, an Wolfgang Kokowski, Leiter des Katholischen Stadthauses, und an den Bildhauer und Grafiker Jochen Leyendecker. Dieter Bach erhielt ein Silbernes Medaillon mit einem orthodoxen Kreuz.
Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Dagmar Mühlenfeld durch den Vorsitzenden der Initiative Pskow, Klaus Eberl. In der Urkunde zur Ehrenmitgliedschaft heißt es: Sie, die Oberbürgermeisterin, „hat die langjährige Verbindung, die zwischen Mülheim an der Ruhr und der russischen Stadt bestand, im Jahre 2005 anlässlich der Erinnerung an das Kriegsende vor 60 Jahren aufgegriffen und zu neuem Leben gebracht. … Drei Ziele hat sie für die Solidaritätsaktion benannt: 1. Den Gedanken an die Versöhnung in der Bevölkerung zu vertiefen … 2. Junge Menschen dafür zu sensibilisieren, dass behinderte, und insbesondere geistig behinderte Menschen unsere Achtung und unseren Respekt verdienen als gleichwertige Mitglieder in der Gesellschaft. 3. Den Grundstein zu legen für die Errichtung des vierten und letzten Bauabschnitts der Werkstatt und 100.000 € in der Stadt Mülheim dafür zu sammeln.“
Gesammelt wurde auch in Pskow. 400.000 Rubel kamen von etwa 24.000 Spendern zusammen, dazu noch Sachspenden im Wert von 390.000 Rubeln (vgl. S. 1).
Ekkehard Pohlmann-Heinze