60 Jahre Kriegsende
Versöhnung nach den "Spuren der Panzer" /
Ausstellung im Landeskirchenamt Düsseldorf


An Zeiten, als die Spuren "in die falsche Richtung" gingen, als sie "breite Spuren waren - Spuren von Lastwagen und Panzern", hat Präses Nikolaus Schneider bei der Ausstellungseröffnung "Spuren in die Zukunft" 60 Jahre nach Kriegsende erinnert.


Diesen Spuren seien viele Menschen begeistert gefolgt. Zu spät hätten sie erkannt, dass es Spuren in Vernichtung waren, so der Präses weiter. Heute dagegen, 60 Jahre nach dem Ende von NS-Diktatur und Zweitem Weltkrieg, seien die Spuren verbunden mit Namen von Menschen und Projekten. Im Vordergrund stünden die Gespräche zwischen den Menschen, die gegenseitigen Besuche.

Die Foto-Ausstellung im Düsseldorfer Landeskirchenamt, die noch bis 15. Juni zu sehen ist, schildert die Beziehungen zwischen Russen und Deutschen am Beispiel der Stadt Pskow. 


Ausstellung dokumentiert deutsch-russische Versöhnungsarbeit

Düsseldorf (epd). Die Evangelische Kirche im Rheinland dokumentiert mit einer Ausstellung den Prozess deutsch-russischer Versöhnung. Unter dem Titel "Spuren in die Zukunft" zeige die Foto-Schau am Beispiel der Stadt Pskow sowohl die Zerstörung durch die beiden Weltkriege als auch die gemeinsamen sozialen Projekte mit der rheinischen "Initiative Pskow" seit den 90er Jahren, sagte der rheinische Präses Nikolaus Schneider am Freitag bei der Ausstellungseröffnung in Düsseldorf.

Seit den 90er Jahren unterstützt die rheinische Kirche mit zahlreichen Kirchenkreisen und Gemeinden in Pskow, nahe der estnischen Grenze, Projekte der Behinderten-, Kinder- und Jugendarbeit. 1998 gründete sich die Initiative Pskow in der rheinischen Kirche, die in der russischen Stadt mittlerweile über 42 Einrichtungen wie Behindertenwerkstätten für junge Erwachsene, ein Frühförderzentrum für behinderte Kinder und eine Station für zurückgelassene Säuglinge fördert.

Die Ausstellung "Spuren in die Zukunft" ist bis 15. Juni im Foyer des Düsseldorfer Landeskirchenamtes zu sehen. (13.5.2005)