Unser Freiwilliges
Soziales Jahr in Pskow
Seit
dem 25 August 2010 sind wir nun in Pskow, wir haben uns umgehend an die
Erkundung der Stadt gemacht, uns eingearbeitet, und versuchen uns seitdem mit
den Gewohnheiten und der Mentalität Russlands vertraut zu machen. Wir vier,
Katja, Kirsten, Jens und Sebastian, arbeiten jeweils zu zweit im HPZ und in den
Werkstätten. Kirsten ist für dieses Jahr in der zweiten Stufe des HPZ
eingesetzt, wo es ihr sehr gut gefällt. Trotz der Sprachbarriere war der
Einstieg in die ungewohnte, aber interessante und vielschichtige Arbeit schnell
geschafft, besonders durch die Freundlichkeit aller Mitarbeiter.
Auch
Jens fühlt sich im HPZ wohl. Er arbeitet dort in der dritten Stufe mit Kindern
im Alter von 12 bis 15 Jahren. Etwas Überwindung kostete anfangs das Füttern
der Behinderten und das Windelwechseln, doch mit der Zeit werden auch diese
Tätigkeiten zur Gewohnheit. Durch das bessere Kennenlernen der einzelnen Kinder
werden die Fortschritte deutlich und zu den kleinen Freuden des Alltags.
Sebastian
arbeitet am Plotter in der Werkstatt (ein computergesteuertes Gerät zum feinsten
Bedrucken von Stoffen oder Folien). Auch hier sind die Mitarbeiter sehr
zuvorkommend, nett und aufgeschlossen, das Einarbeiten war kein Problem. Seine
Aufgabe ist das Bedrucken von Taschen und Produkten der Holzwerkstatt. Momentan
befindet sich die Leiterin der Näherei im Urlaub, daher gibt es gerade wenig
Arbeit am Plotter. Es ist allerdings kein Problem, in anderen Bereichen
eingesetzt zu werden. Sebastian arbeitete bereits in der Kartonage, in der
Holzwerkstatt und im Förderbereich der Werkstätten. Dies bietet die Möglichkeit,
viel von dem, was die Behinderten hier leisten, kennenzulernen, zudem bleibt
die Arbeit abwechslungsreich.
Katja
ist im Förderbereich der Werkstätten tätig. Ihr Aufgabenfeld reicht von
spazieren gehen mit den Behinderten über füttern morgens und mittags bis hin zu
kreativen Aufgaben im direkten Kontakt mit den Behinderten. Das heißt, mit den
Behinderten spielen, innerhalb einer Morgenrunde in der Gruppe kommunizieren,
was sehr schwierig ist, da keiner der Betreuten fähig ist zu sprechen.
Unser
Russischunterricht im Bildungszentrum ist sehr angenehm und findet immer
montags und mittwochs statt. Dabei kommen wir in den Genuss einer russischen
Studentin, die den Unterricht sehr dynamisch und anspruchsvoll gestaltet.
Dynamisch deshalb, weil es ihr gelingt, unsere unterschiedlichen Vorkenntnisse
in der russischen Sprache geschickt unter einen Hut zu bringen.
Unnötig
zu erwähnen, dass uns auch hier alle sehr freundlich begegnen und wir immer
dazu angehalten werden, uns in der Küche des Bildungszentrums an den Keksen und
dem Kaffee gütlich zu tun. Innerhalb des Unterrichts kommunizieren wir auch mit
jungen russischen Schülern, mit denen das Lernen auch sehr schnell voran geht.
Außerhalb des Bildungszentrums haben wir bisher noch keinen Kontakt mit ihnen
gehabt, was aber an uns liegt, da wir erst jetzt beginnen, das Nachtleben kennen
zu lernen.
Jens
Bache, Kirsten Heyerhoff, Sebastian Jatzke, Katharina Schreiber