Spendenaktion Weihnachten 2009

 

70.745 Euro hat unsere Weihnachtssammlung erbracht. Im letzten Rundbrief hatten wir Sie, unsere Leser, gebeten, die tägliche warme Mahlzeit, die im HPZ und in den Werkstätten ausgegeben wird, weiterhin möglich zu machen. Außerdem sollen die Spenden dazu verwendet werden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im HPZ und in den Werkstätten zu dem niedrigen Gehalt, das sie von der Stadt Pskow erhalten, einen Zuschuss zu

zahlen. Beides wird dank Ihrer Spenden weiterhin möglich sein. Dazu haben Sie, die Mitglieder und viele weitere an unserer Arbeit Interessierte, auch viele rheinische Gemeinden, großzügig beigetragen. Ihnen allen sagen wir unseren

herzlichen Dank! [mehr]

Ein politisches Familienfest

Die Mitgliederversammlung der Initiative Pskow

Vierzig Stühle wären viel zu wenige gewesen für alle Mitglieder der Initiative Pskow, die den Weg ins Campanushaus, das Gemeindezentrum der Kirchengemeinde Wassenberg, gefunden hatten. Dennoch trug die Andacht, mit der der Vorsitzende Klaus Eberl die Mitgliederversammlung am 21. November 2009 um 15 Uhr eröffnete, genau diesen Titel. In wenigen Worten brachte er die Kernbotschaft der Initiative Pskow zum Ausdruck: Einen Platz für jeden Menschen in der Gesellschaft – unabhängig von einer Behinderung oder seiner Herkunft. [mehr]

Weihnachten feiern

im HPZ und in den Werkstätten

 

Wenn es kalt wird und wenn der Schnee fällt – und zwar reichlich kalt und reichlich Schnee – dann rückt in Russland die Weihnachtszeit näher. Das ist nicht selbstverständlich. 70 Jahre lang wurde in Sowjetrussland Weihnachten überhaupt nicht oder nur von Wenigen im kleinsten Kreis gefeiert. Das russische Weihnachtsfest beginnt in der Nacht vom 6. auf den 7. Januar. Im Zarenreich war der 24. Dezember Heiligabend – allerdings nach dem alten julianischen Kalender.  [mehr]

Neue Wanderausstellung eröffnet

 

Eine von Jochen Leyendecker graphisch gestaltete Ausstellung über „Pskow 1941-2011 - Von der zerstörten zur sozialen Stadt“ wurde auf der Mitgliederversammlung der Initiative Pskow im November 2009 eröffnet. Die Ausstellung kann in Kirchen, Gemeindehäusern und anderen öffentlichen Gebäuden gezeigt werden.

Ausstellungstafeln als pdf-Druck anschauen (11 MB)

Terminabsprachen über Dieter Bach

 

Mitgliederversammlung

am 21. November 2009

in Wassenberg

Bericht des Beirates [Download, 3,4 MB]

Von der Überwindung der Mauern. 150 Jahre Wechselwirkungen zwischen Theologie und den Lebenslagen von Menschen mit Behinderungen

 

Ein Beitrag des Vorsitzenden

Oberkirchenrat Klaus Eberl

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Eberl beschreibt zunächst die Auffassung zu Beginn des 19. Jahrhunderts, Behinderung sei eine Strafe Gottes. Erst allmählich gewinnt die theologische Vorstellung an Boden, im leidenden Menschen begegne uns Christus. Die Bemühungen der frühen Diakonie werden gewürdigt, es werden aber auch die problematischen Folgen einer Sonderwelt der Anstaltsdiakonie benannt. Zu den dunklen Kapiteln des 20. Jahrhunderts gehört die Vorstellung, Menschern mit Behinderungen seien gesellschaftlicher Ballast. Sie findet im Nationalsozialismus durch den als „Euthanasie“ beschönigten Mord an Hunderttausenden ihren traurigen Höhepunkt. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts setzen sich theologische Überlegungen durch, die Krankheit und Behinderung als Teil der guten (!) Schöpfung sehen, als Realitäten innerhalb eines „Patientenkollektivs“, dem alle Menschen angehören. Mit dem bürgerschaftlichen Engagement der Eltern behinderter Kinder in den 60er Jahren beginnt ein Prozess, der die Emanzipation und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen zum Ziel hat. Leitmotive sind nun Assistenz statt Fürsorge, Selbstbestimmung statt Mitleid, Inklusion statt Ausgliederung.

> Beitrag im Download

10 Jahre Initiative Pskow

Am 2. Februar 1999 fanden sich die aus der beiliegenden Anwesenheitsliste ersichtlichen Frauen und Männer im Theodor Fliedner Werk in Mülheim an der Ruhr zusammen, um den Verein ‚INITIATIVE PSKOW IN DER EVANGELISCHEN KIRCHE IM RHEINLAND E.V.’ zu gründen." So beginnt die rechtliche Geschichte unseres Vereins mit damals 44 Gründungsmitgliedern. Inzwischen zählen wir 315 Mitglieder. Hinter diesen Fakten verbirgt sich ein Reichtum an Ideen sowie persönlichem Einsatz und Engagement in vielfältigen Projekten. Dahinter verbirgt sich aber auch eine rund zehnjährige Vorgeschichte mit Pskow. Sie nahm ihren Anfang mit den Überlegungen in den 80-er Jahren unter der Devise "Versöhnung mit den Völkern der Sowjetunion", wurde in den Tagungen der damaligen Akademie in Mülheim/Ruhr und in der Landessynode der EKiR aufgegriffen, führte zu Überlegungen des Osteuropakreises der Akademie und mündete in die Kontaktaufnahme mit der Stadt Pskow. Diese wurde von Präses Peter Beier aus ganzem Herzen unterstützt und mitgetragen. Es folgten im Mai 1991 der Besuch der Pskower in Deutschland und im Juni die Begegnung in Pskow vor dem Hintergrund des Überfalls der Wehrmacht auf die Sowjetunion. Was in den Zeiten von Glasnost und Perestroika begann, hat sich konsolidiert. Es bleibt zu hoffen, dass die politischen Verhältnisse in Russland der zukünftigen Arbeit nicht im Wege stehen werden.