Feiern in Pskow am 22. Juni 2011
Es war der 70. Jahrestag des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion, als die nun vollendeten Beschützenden Werkstätten in Pskow eröffnet wurden.

Der Stellvertretende deutsche Generalkonsul Dr. Ferdinand von Weyhe war aus St. Petersburg gekommen: „Mehr als 80 Besucher aus Deutschland, das zeigt, wie viel Herzblut in diesem Projekt steckt. Mit diesen Werkstätten setzen Sie Meilensteine in Russland.“ Und im Blick auf die nun 250 Arbeitsplätze: „Mit eigenem Schaffen gewinnt man Selbstachtung und Stolz.“

Dann durchschnitten Gouverneur Andrej Turtschak und Architekt Reimar Kirchhoff gemeinsam das Band am Eingang und eröffneten offiziell die Werkstätten: In der Rekordzeit von gut sechs Monaten war der vierte und letzte Bauabschnitt fertig geworden. Ohne Überziehung des Kostenvoranschlags!

Am Nachmittag gab es eine farbige Kulturveranstaltung im neuen Teil der Werkstätten u.a. mit einem Chor und einer Tanzgruppe aus den Werkstätten. Die deutschen Gäste überreichten als Geschenk eine Skulptur des Mülheimer Bildhauers Jochen Leyendecker: ein symbolträchtiges Schiff, das auf einer Konsole im Eingangsbereich gegenüber einer Gedenktafel für den Hauptsponsor der Werkstätten, den verstorbenen Werner Peter Schmitz, seinen würdigen Platz fand.

Am Nachmittag des 22. Juni 2011 wurde der Grundstein für das Soziale Dorf in Pskow gelegt. Dort sollen Familien mit Kindern gemeinsam mit alleinstehenden Alten und alleinstehenden Menschen mit Behinderungen (mit entsprechender fachlicher Betreuung) wohnen.