Dokumentation
Pskower Presse (1)
Zum
Besuch von Generalgouverneur Ilja Klebanow im HPZ und
in den Werkstätten
Mitteilungen aus
Nachrichtenagenturen und Presse
zusammengestellt von
D. Kamaljagin
«Pskower
Provinz» № 8,
Die Integrativen Behindertenwerkstätten der
Stadt Pskow rechnen auf finanzielle Unterstützung durch den Oblast
„Wir
rechnen damit, dass der Besuch von Herrn Ilja Klebanow
neue Perspektiven eröffnet. Wir hoffen, dass unsere einzigartigen Werkstätten
ein Experimentierfeld für die ganze Nordwestliche Region werden können“, das
hat die Direktorin der Werkstätten, Frau Larissa Fedotowa
gesagt. Ihrer Meinung nach ist Finanzhilfe durch den Oblast nötig, um die
Baustufe 4 der Werkstätten abzuschließen. „Außerdem möchten wir auch über das Leben der Werkstätten reden.“
Der
Geschäftsführer der Stiftung "Initiative Pskow", Dr. Dieter Bach,
erwartet ebenfalls viele Veränderungen durch den Besuch des bevollmächtigten
Vertreters des Präsidenten in der Nordwestlichen Region, Ilja Klebanow. „Ich denke, er wird diese in Russland
einzigartigen Werkstätten sehen und verstehen, dass ihr Bau abgeschlossen
werden muss. Die Werkstätten sind Modell für das ganze Russland“, sagte Bach.
Inzwischen
sprach auch der Verwaltungschef Pskows, Jan Lusin, über die Wichtigkeit des Projektes, nannte die
Integrativen Werkstätten eine Visitenkarte der Stadt Pskow und sagte, dass
dieses einzigartige Projekt dank verschiedener Organisationen und Menschen
realisiert werde. Er erinnerte daran, dass das Budget der Stadt für die Werkstätten
11 Millionen Rubel vorsehe. Die Werkstätten bekommen noch einmal 20 Millionen
Rubel von der „Initiative Pskow“. „Wir hoffen auf die Finanzierung solcher
Projekte, da diese Einrichtung keine Analogie in Russland hat“, sagte Jan Lusin.
Heute
kommt der bevollmächtige Vertreter des Präsidenten in der Nordwestlichen Region,
Ilja Klebanow nach Pskow, um die Integrativen
Behindertenwerkstätten namens W.-P.Schmitz zu
besuchen.
Das Heilpädagogische
Zentrum der Stadt Pskow ergriff Ilja Klebanow
Die
Frage eines Übergangs des Heilpädagogischen Zentrums und der Integrativen
Werkstätten der Stadt Pskow in regionales Eigentum wird in der zweiten Hälfte
2010 entschieden sein. Der bevollmächtigte Vertreter des Präsidenten in der
Nordwestlichen Region, Ilja Klebanow, sprach darüber
mit den Journalisten nach seinem Besuch dieser Einrichtungen am Montag, 1. März
2010.
„Das
Heilpädagogische Zentrum und die Werkstätte haben mich ergriffen. Ich besuchte
so eine Schule zum ersten Mal, und es gibt keine ähnlichen Beispiele im Pskower Gebiet“, sagte Ilja Klebanow.
Als wir im Heilpädagogischen Zentrum waren, begegneten wir einer Delegation des
Tjumen Gebiets. In Tjumen – im reichen "Erdöltjumen" – gibt es nichts
Ähnliches“, bemerkte Ilja Klebanow. „Wenn wir in
Russland eine vergleichbare Behandlung in vielen anderen Lebensbereichen haben,
wie man sie in Pskow zu den behinderten Menschen hat, wird sich unser Leben
verändern.“
Der
bevollmächtige Vertreter des Präsidenten sagte, dass er im Verlauf des heutigen
Besuches zusammen mit der Stadtverwaltung, mit der Gebietsverwaltung und mit
der deutschen Organisation "Initiative Pskow" eine Möglichkeit der
Ko-Finanzierung des 4. Bauabschnitts dieser Werkstätten besprochen habe. Aber
dafür müssten zuerst das Heilpädagogische Zentrum und die Werkstätten in
regionales Eigentum übergehen. Der Gouverneur des Pskower Gebietes, Andrej Turtschak, bestätigte das.
Ilja
Klebanow sah das System der Ausbildung der
behinderten Kinder, ihre Klassenzimmer und das Büro des Logopäden. Die Batik-Ausstellung
der Kinder gefiel dem bevollmächtigten Vertreter sehr gut. Der Direktor der
Einrichtung, Andrej Zarew, sagte, dass die behinderten
Kinder ungeachtet der schweren Behinderung in ihrer physischen, psychischen und
geistigen Entwicklung sehr wohl zeichnen und kleine Arbeiten machen könnten.
Sie sind talentiert. So spielten sie vor kurzem bei einem Theaterstück mit,
dessen Spielleiter der Regisseur des Pskower
Puschkin-Theaters war.
Nach
dem Besuch des Heilpädagogischen Zentrums ging der bevollmächtigte Vertreter in
die Integrativen Werkstätten für behinderte Jugendliche. Die Direktorin der
Einrichtung, Larissa Fedotowa, erzählte ihm über ihre
Arbeit. Sie sagte, dass 135 behinderte Jugendliche in den Werkstätten arbeiten,
und zeigte deren Arbeitsräume. Die Kinder pflanzen Gewächse, in speziellen Treibhäusern
züchten sie Tulpen zum 8. März – dem Frauentag.
Ilja
Klebanow sah die Produktion, die in den Werkstätten
erzeugt wird: Spielzeuge, Kerzen und gelbe, von den Kindern gezüchtete Tulpen.
Zum Abschluss des Besuchs der Werkstätten trug der bevollmächtigte Vertreter
sich ins Buch der Ehrengäste der Werkstätten ein.
Die
Journalisten der Stadt Pskow schreiben nicht häufig über das Heilpädagogische
Zentrum für behinderte Menschen: das Thema ist sehr kompliziert, und es gibt
wenig informative Anlässe. Außerdem befindet sich das Zentrum außerhalb der
Stadt. Eigentlich verstehen aber alle ohne zusätzliche Erklärungen, dass das
Heilpädagogische Zentrum für behinderte Kinder eine der einzigartigen und
wichtigsten Einrichtungen im sozialen Bereich unseres Landes ist.
Vor
fast zwanzig Jahren bauten das Wirtschaftsministerium Deutschlands, die Werner
Peter Schmitz Stiftung und die wohltätige Organisation „Initiative Pskow“ das
Heilpädagogische Zentrum. Zehn Jahren später wurden die Integrativen
Werkstätten für behinderte Menschen gebaut. Wenige Leute erwarteten, dass sich
die Idee in der Praxis so erfolgreich verwirklichen lassen würde: das Zentrum
funktioniert gut, und 2006 wurde schon die dritte Baustufe der Werkstätten
eröffnet. Heute lernen und arbeiten hier 130 Menschen. Das Zentrum kann nicht
mehr Leute aufnehmen, es braucht eine Erweiterung der Räume. Beim Besuch Klebanows hat sich übrigens gezeigt, dass die deutschen
Wohltäter beim Bau der vierten Baustufe der Werkstätten helfen wollen, aber nur
bei einer Ko-Finanzierung seitens der russischen Regierung.
„Für
den vierten Bauabschnitt braucht man nach unseren Berechnungen etwa eine
Million Euro“, erklärt die Direktorin der Werkstätten, Larissa Fedotowa. „Die deutsche Seite ist bereit, etwa 22 Millionen
Rubel dafür zu geben, ebensoviel soll die russische
Seite bezahlen. Meiner Meinung nach ist die russische Seite dafür.“