Dokumentation Pskower Presse (1)

Zum Besuch von Generalgouverneur Ilja Klebanow im HPZ und in den Werkstätten

Mitteilungen aus Nachrichtenagenturen und Presse

zusammengestellt von D. Kamaljagin

«Pskower Provinz» № 8, 04.03.2010

 

Die Integrativen Behindertenwerkstätten der Stadt Pskow rechnen auf finanzielle Unterstützung durch den Oblast

„Wir rechnen damit, dass der Besuch von Herrn Ilja Klebanow neue Perspektiven eröffnet. Wir hoffen, dass unsere einzigartigen Werkstätten ein Experimentierfeld für die ganze Nordwestliche Region werden können“, das hat die Direktorin der Werkstätten, Frau Larissa Fedotowa gesagt. Ihrer Meinung nach ist Finanzhilfe durch den Oblast nötig, um die Baustufe 4 der Werkstätten abzuschließen. „Außerdem möchten wir auch  über das Leben der Werkstätten reden.“

Der Geschäftsführer der Stiftung "Initiative Pskow", Dr. Dieter Bach, erwartet ebenfalls viele Veränderungen durch den Besuch des bevollmächtigten Vertreters des Präsidenten in der Nordwestlichen Region, Ilja Klebanow. „Ich denke, er wird diese in Russland einzigartigen Werkstätten sehen und verstehen, dass ihr Bau abgeschlossen werden muss. Die Werkstätten sind Modell für das ganze Russland“, sagte Bach.

 

Inzwischen sprach auch der Verwaltungschef Pskows, Jan Lusin, über die Wichtigkeit des Projektes, nannte die Integrativen Werkstätten eine Visitenkarte der Stadt Pskow und sagte, dass dieses einzigartige Projekt dank verschiedener Organisationen und Menschen realisiert werde. Er erinnerte daran, dass das Budget der Stadt für die Werkstätten 11 Millionen Rubel vorsehe. Die Werkstätten bekommen noch einmal 20 Millionen Rubel von der „Initiative Pskow“. „Wir hoffen auf die Finanzierung solcher Projekte, da diese Einrichtung keine Analogie in Russland hat“, sagte Jan Lusin.

Heute kommt der bevollmächtige Vertreter des Präsidenten in der Nordwestlichen Region, Ilja Klebanow nach Pskow, um die Integrativen Behindertenwerkstätten namens W.-P.Schmitz zu besuchen.

 

Das Heilpädagogische Zentrum der Stadt Pskow ergriff Ilja Klebanow

Die Frage eines Übergangs des Heilpädagogischen Zentrums und der Integrativen Werkstätten der Stadt Pskow in regionales Eigentum wird in der zweiten Hälfte 2010 entschieden sein. Der bevollmächtigte Vertreter des Präsidenten in der Nordwestlichen Region, Ilja Klebanow, sprach darüber mit den Journalisten nach seinem Besuch dieser Einrichtungen am Montag, 1. März 2010.

„Das Heilpädagogische Zentrum und die Werkstätte haben mich ergriffen. Ich besuchte so eine Schule zum ersten Mal, und es gibt keine ähnlichen Beispiele im Pskower Gebiet“, sagte Ilja Klebanow. Als wir im Heilpädagogischen Zentrum waren, begegneten wir einer Delegation des Tjumen Gebiets. In Tjumen – im reichen "Erdöltjumen" – gibt es nichts Ähnliches“, bemerkte Ilja Klebanow. „Wenn wir in Russland eine vergleichbare Behandlung in vielen anderen Lebensbereichen haben, wie man sie in Pskow zu den behinderten Menschen hat, wird sich unser Leben verändern.“

Der bevollmächtige Vertreter des Präsidenten sagte, dass er im Verlauf des heutigen Besuches zusammen mit der Stadtverwaltung, mit der Gebietsverwaltung und mit der deutschen Organisation "Initiative Pskow" eine Möglichkeit der Ko-Finanzierung des 4. Bauabschnitts dieser Werkstätten besprochen habe. Aber dafür müssten zuerst das Heilpädagogische Zentrum und die Werkstätten in regionales Eigentum übergehen. Der Gouverneur des Pskower Gebietes, Andrej Turtschak, bestätigte das.

 

Ilja Klebanow sah das System der Ausbildung der behinderten Kinder, ihre Klassenzimmer und das Büro des Logopäden. Die Batik-Ausstellung der Kinder gefiel dem bevollmächtigten Vertreter sehr gut. Der Direktor der Einrichtung, Andrej Zarew, sagte, dass die behinderten Kinder ungeachtet der schweren Behinderung in ihrer physischen, psychischen und geistigen Entwicklung sehr wohl zeichnen und kleine Arbeiten machen könnten. Sie sind talentiert. So spielten sie vor kurzem bei einem Theaterstück mit, dessen Spielleiter der Regisseur des Pskower Puschkin-Theaters war.

Nach dem Besuch des Heilpädagogischen Zentrums ging der bevollmächtigte Vertreter in die Integrativen Werkstätten für behinderte Jugendliche. Die Direktorin der Einrichtung, Larissa Fedotowa, erzählte ihm über ihre Arbeit. Sie sagte, dass 135 behinderte Jugendliche in den Werkstätten arbeiten, und zeigte deren Arbeitsräume. Die Kinder pflanzen Gewächse, in speziellen Treibhäusern züchten sie Tulpen zum 8. März – dem Frauentag.

Ilja Klebanow sah die Produktion, die in den Werkstätten erzeugt wird: Spielzeuge, Kerzen und gelbe, von den Kindern gezüchtete Tulpen. Zum Abschluss des Besuchs der Werkstätten trug der bevollmächtigte Vertreter sich ins Buch der Ehrengäste der Werkstätten ein.

 

Die Journalisten der Stadt Pskow schreiben nicht häufig über das Heilpädagogische Zentrum für behinderte Menschen: das Thema ist sehr kompliziert, und es gibt wenig informative Anlässe. Außerdem befindet sich das Zentrum außerhalb der Stadt. Eigentlich verstehen aber alle ohne zusätzliche Erklärungen, dass das Heilpädagogische Zentrum für behinderte Kinder eine der einzigartigen und wichtigsten Einrichtungen im sozialen Bereich unseres Landes ist.

Vor fast zwanzig Jahren bauten das Wirtschaftsministerium Deutschlands, die Werner Peter Schmitz Stiftung und die wohltätige Organisation „Initiative Pskow“ das Heilpädagogische Zentrum. Zehn Jahren später wurden die Integrativen Werkstätten für behinderte Menschen gebaut. Wenige Leute erwarteten, dass sich die Idee in der Praxis so erfolgreich verwirklichen lassen würde: das Zentrum funktioniert gut, und 2006 wurde schon die dritte Baustufe der Werkstätten eröffnet. Heute lernen und arbeiten hier 130 Menschen. Das Zentrum kann nicht mehr Leute aufnehmen, es braucht eine Erweiterung der Räume. Beim Besuch Klebanows hat sich übrigens gezeigt, dass die deutschen Wohltäter beim Bau der vierten Baustufe der Werkstätten helfen wollen, aber nur bei einer Ko-Finanzierung seitens der russischen Regierung.

„Für den vierten Bauabschnitt braucht man nach unseren Berechnungen etwa eine Million Euro“, erklärt die Direktorin der Werkstätten, Larissa Fedotowa. „Die deutsche Seite ist bereit, etwa 22 Millionen Rubel dafür zu geben, ebensoviel soll die russische Seite bezahlen. Meiner Meinung nach ist die russische Seite dafür.“